Mehr und mehr Muslime leben inzwischen in Deutschland. Viele befürchten, dass diese Emigranten Gesellschaft und Politik ihren Stempel aufdrücken werden, dass christliche Werte durch muslimische ersetzt werden, und dass es deswegen mehr Straftaten geben wird. Andere sehen den Islam als Bereicherung an und begrüßen die dadurch entstandene kulturelle Vielfalt im Land.
Der Bestseller-Autor Hasnain Kazim kennt beide Seiten. Seine Eltern stammen aus Pakistan, waren schiitische Muslime und sind inzwischen evangelisch. Kazim ist also nicht in einer muslimischen Parallelgesellschaft aufgewachsen, sondern glücklich integriert in einem norddeutschen Dorf, mitsamt leckeren Schweinemettbrötchen.
Bei Verwandtenbesuchen und später als Korrespondent lebt er in Pakistan und der Türkei. Wenn er also über den Islam schreibt, weiß er, wovon er spricht. Und es brodelt in dem konfessionslosen Autor. Da ist etwas, das er unbedingt loswerden will. Freunde warnen ihn, sagen, es sei zu gefährlich den Islam zu kritisieren. Dabei möchte er den Islam nicht schlechtreden, sondern einfach auf einige Warnzeichen hinweisen.
Er erklärt: „Es gibt viele Gründe, diesen Text nicht zu schreiben. Und doch muss ich es tun. Ursprünglich wollte ich nur einen Artikel für eine Zeitung verfassen, die mir eine ganze Seite dafür anbot. Dann begann ich zu schreiben und stellte fest: Ich brauche mehr Platz. Also entschied ich, ein Büchlein daraus zu machen.“
Dieses informative Buch lädt ein zum Gespräch. Gekonnt zeigt der Autor, was am Islam in Deutschland problematisch und was begrüßenswert ist. Religion darf sich mit anderen Menschen freuen, darum findet er Ramadanbeleuchtung genauso willkommen wie Weihnachtslichter. Doch der Glaube sollte getrennt bleiben von der Politik und niemals zum Zwang werden.
Dieses Werk ist ein aufrichtiges, passioniertes Plädoyer. Unerschrocken kritisiert der Autor die Gewaltbereitschaft der Islamisten, betont jedoch gleichzeitig, dass nur ein Bruchteil der Muslime damit sympathisieren. Dennoch sind es zu viele und es muss dringend etwas dagegen getan werden, meint er.
Fazit: Dieses kurze Buch ist schnell gelesen und interessant, vor allem für Menschen, die sich bisher wenig mit dem Islam auseinandergesetzt haben, aber die aktuelle Debatte besser verstehen wollen. Es ist ein mutiges Werk, das hoffentlich zum gegenseitigen Verständnis beiträgt.


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