Es gehört Mut dazu, gegen den Strom zu schwimmen. Das ist zwar heute leichter als vor zweitausend Jahren, aber trotzdem manchmal sehr schwierig. Ulrich Parzany fordert in diesem Buch Christen auf, mutig zu ihrem Glauben zu stehen, auch wenn der Zeitgeist etwas Anderes diktiert.
Der Autor weiß, wovon er spricht. Der Theologe und Autor, der vor allem durch seine Predigten bei der Evangelisationsveranstaltung ProChrist bekannt wurde, geht in diesem Buch auf aktuelle gesellschaftliche Trends ein. Er möchte Christen Mut machen zu ihrer biblisch begründeten Meinung zu stehen, und dafür auch notfalls Nachteile in Kauf zu nehmen.
Der Titel des Buchs geht auf den Bibelvers Apostelgeschichte 5,29 zurück. Parzany zeigt, dass es für die ersten Christen oft nicht leicht war zu ihrem Glauben zu stehen. Sie baten Gott um den Freimut seine Wahrheit zu verkündigen. Er nennt dann Beispiele, z.B. aus der Reformationszeit, in der das mutige Bekennen des Glaubens einem das Leben kosten konnte. Er geht anschließend auf die wichtige Frage ein, inwieweit Christen der Obrigkeit gehorchen müssen, und zeigt, dass wir in der Bibel Gottes Willen erfahren können.
Dann geht es um die Überzeugungen in unserer heutigen Zeit. Wir haben staatliche anerkannte Glaubens- und Gewissensfreiheit. Jeder hat das Recht seine eigene Wahrheit zu finden, und sich dazu zu bekennen. Bedeutet das aber, dass es keine absolute Wahrheit mehr gibt? Und wie kann das Zusammenleben in einer pluralistischen Gesellschaft gelingen?
Parzany geht beispielhaft auf einige aktuelle Konfliktfelder ein. Es wird oft über Themen wie soziale Gerechtigkeit, Abtreibung, Sterbehilfe und Homosexualität diskutiert. Aber auch durch unseren Umgang mit Geld und der Heiligung des Sonntags können wir sichtbare Zeichen für unseren Glauben setzen. Und vor allem darum geht es dem Autor; er schließt mit einem Appell zum mutigen Bekenntnis. Er ruft mündige Christen auf, sich zu ihrem Vertrauen auf Gottes Wort zu bekennen.
Dieses aufrüttelnde Buch ist ein wichtiges Bekenntnis in unserer heutigen Zeit. Unsere Gesellschaft entfernt sich immer weiter von Gottes Maßstäben. Beeindruckend sind die mutigen Zeugnisse von Menschen, die ihre Arbeit verloren haben oder benachteiligt wurden, weil sie aus Gewissengründen z.B. keine Abtreibungen vornehmen oder gleichgeschlechtliche Paare trauen wollten. Anscheinend ist es mit der Toleranz vorbei, wenn das Gewissen entgegen der Mehrheitsmeinung steht. Hilfreich ist die biblisch fundierte Auseinandersetzung des Autors mit wichtigen Themen wie Abtreibung, Sterbehilfe und Homosexualität.
Eine ermutigende Lektüre für Christen, die sich fragen was die Bibel zu den gegenwärtigen gesellschaftlichen Trends sagt, und die lernen wollen mutig zu ihren Überzeugungen zu stehen.


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