Liebe Marianne Müller,
Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, mein Buch zu lesen.
Eine kleine Ergänzung: Das Buch ist ein Roman und keine theologische Abhandlung. Es gibt eine Fülle von biblischen Hinweisen, dass nach dem Tod durchaus nicht alles abgeschlossen ist. Ein Beispiel: 1.Petrus 4,6: „Denn dazu ist auch den Toten das Evangelium verkündigt worden, damit sie zwar den Menschen gemäß nach dem Fleisch gerichtet werden, aber Gott gemäß nach dem Geist leben…“
Nehmen wir einmal an, Ihr Mann verliert wegen eines Schicksalsschlages seinen Glauben, lehnt Gott ab und wird Atheist, dann hat er einen tödlichen Unfall. Glauben Sie allen Ernstes, dass Ihr Mann danach endlos in der Hölle leidet?
Was für eine Vorstellung haben Sie von Gott?
Dieses Beispiel ist nicht konstruiert. Ich kenne einige solcher Fälle aus der Seelsorge. Unsere dünne evangelikale Theologie versagt bei solchen Fällen und treibt gläubige Menschen in die Verzweiflung. Die Bibel hat einen weiten Horizont und passt nicht unbedingt in das enge Muster unserer herkömmlichen Vorstellungen. Bitte urteilen Sie nicht zu vorschnell über einen Autor.
Mit brüderlichen Grüßen, Ihr Albrecht Gralle.
Jonathan
Thursday September 3rd, 2020 at 08:54 AM Reply
Hallo ihr LIeben,
das Buch habe ich bisher noch nicht gelesen, doch hat diese Rezension bei mir Interesse geweckt.
Dass es in der christlichen Kreisen und in der christlichen Theologie viele “Kontroversen” und Meinungsverschiedenheiten gibt ist logisch, denn die meisten Gläubigen möchten ein gottgefälliges Leben führen. Das geht am besten, wenn wir wissen was ein solches Leben beinhaltet und was nicht. Das hat viel mit der persönlichen Identität zu tun und ist ein großes Thema. So tun sich manche Menschen schwer neue Perspektiven und Ansätze anzunehmen, bzw. kritisch darüber und über ihre bisherigen Annahmen nachzudenken, weil diese fremd und u.U. bedrohlich erscheinen. Das kenne auch ich.
Ich würde dem Leser dieses Buchs (und jedem anderen Menschen) empfehlen mit Offenheit das Buch zu lesen und bei sich kritisch zu hinterfragen was unangenehm oder fremd klingt. Wichtig ist dabei, dass “Fragen am Rande” nicht überproportionale Gewichtung bekommen.
Es gibt auch reichlich Literatur, die bei aktuellen Fragen helfen kann.
Zum Thema Glaube und Wissenschaft kann ich C.S. Lewis “Gott auf der Anklagebank” (God in the Dock) empfehlen sowie Literatur von Dr. John Lennox empfehlen, z.B. “God’s Undertaker: Has Science buried God” (Hat die Wissenschaft Gott begraben), “Can Science Explain Everything?” (Wozu Glaube, wenn es Wissenschaft gibt?, oder “God and Stephen Hawking” (stephen Hawking, das Universum und Gott) – aber auch die Gegenargumente, wie beispieslweise “The God Delusion” (Der Gotteswahn) von Richard Dawkins und Hawkings “The Grand Design” (Der große Entwurf).
Zum Thema Schöpfung empfehle ich “Seven Days that Divide the World” (“Sieben tage, das universum und Gott: Was Wissenschaft und bibel über den Ursprung der Welt sagen” ebenfalls Lennox), sowie weitere theologische Auseinandersetzungen.
Zur Frage “kommen Menschen, die sich zu Lebzeiten gegen den Glauben entscheiden, in die Hölle?” u.a. C.S. Lewis “The Great Divorce”, das Buch Kohelet (Prediger) mit besonderem Blick auf dieses Thema, und “Am Ende das Nichts? Über Auferstehung und ewiges Leben” von Gerhard Lohfink. Auch die “Kinderbücher” von C.S. Lewis können hilfreich sein (Die Chroniken von Narnia und die Perelandra Trilogie).
Ich weiß, es gibt viele Bücher, manche interessanter als andere. Die oben aufgeführten Bücher sind allerdings welche, die ich zur Basisliteratur zähle, wenn es zu christlichen Perspektiven von Philosophie kommt. Natürlich ist es wichtig dabei in die Bibel zu schauen und zu prüfen, was geschrieben wird. Am wichtigsten ist aber eine demütige Haltung dem “Anderen” gegenüber, das ist im Fall von Büchern der Verfasser und im Fall des Gesprächs der Gesprächspartner. Nur auf diese Weise können wir heute relevante Antworten auf relevante Fragen finden. Und manchmal müssen wir aus unserer Komfortzone austreten um das Bild etwas schärfer sehen zu können.
Liebe Marianne Müller,
Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, mein Buch zu lesen.
Eine kleine Ergänzung: Das Buch ist ein Roman und keine theologische Abhandlung. Es gibt eine Fülle von biblischen Hinweisen, dass nach dem Tod durchaus nicht alles abgeschlossen ist. Ein Beispiel: 1.Petrus 4,6: „Denn dazu ist auch den Toten das Evangelium verkündigt worden, damit sie zwar den Menschen gemäß nach dem Fleisch gerichtet werden, aber Gott gemäß nach dem Geist leben…“
Nehmen wir einmal an, Ihr Mann verliert wegen eines Schicksalsschlages seinen Glauben, lehnt Gott ab und wird Atheist, dann hat er einen tödlichen Unfall. Glauben Sie allen Ernstes, dass Ihr Mann danach endlos in der Hölle leidet?
Was für eine Vorstellung haben Sie von Gott?
Dieses Beispiel ist nicht konstruiert. Ich kenne einige solcher Fälle aus der Seelsorge. Unsere dünne evangelikale Theologie versagt bei solchen Fällen und treibt gläubige Menschen in die Verzweiflung. Die Bibel hat einen weiten Horizont und passt nicht unbedingt in das enge Muster unserer herkömmlichen Vorstellungen. Bitte urteilen Sie nicht zu vorschnell über einen Autor.
Mit brüderlichen Grüßen, Ihr Albrecht Gralle.
Hallo ihr LIeben,
das Buch habe ich bisher noch nicht gelesen, doch hat diese Rezension bei mir Interesse geweckt.
Dass es in der christlichen Kreisen und in der christlichen Theologie viele “Kontroversen” und Meinungsverschiedenheiten gibt ist logisch, denn die meisten Gläubigen möchten ein gottgefälliges Leben führen. Das geht am besten, wenn wir wissen was ein solches Leben beinhaltet und was nicht. Das hat viel mit der persönlichen Identität zu tun und ist ein großes Thema. So tun sich manche Menschen schwer neue Perspektiven und Ansätze anzunehmen, bzw. kritisch darüber und über ihre bisherigen Annahmen nachzudenken, weil diese fremd und u.U. bedrohlich erscheinen. Das kenne auch ich.
Ich würde dem Leser dieses Buchs (und jedem anderen Menschen) empfehlen mit Offenheit das Buch zu lesen und bei sich kritisch zu hinterfragen was unangenehm oder fremd klingt. Wichtig ist dabei, dass “Fragen am Rande” nicht überproportionale Gewichtung bekommen.
Es gibt auch reichlich Literatur, die bei aktuellen Fragen helfen kann.
Zum Thema Glaube und Wissenschaft kann ich C.S. Lewis “Gott auf der Anklagebank” (God in the Dock) empfehlen sowie Literatur von Dr. John Lennox empfehlen, z.B. “God’s Undertaker: Has Science buried God” (Hat die Wissenschaft Gott begraben), “Can Science Explain Everything?” (Wozu Glaube, wenn es Wissenschaft gibt?, oder “God and Stephen Hawking” (stephen Hawking, das Universum und Gott) – aber auch die Gegenargumente, wie beispieslweise “The God Delusion” (Der Gotteswahn) von Richard Dawkins und Hawkings “The Grand Design” (Der große Entwurf).
Zum Thema Schöpfung empfehle ich “Seven Days that Divide the World” (“Sieben tage, das universum und Gott: Was Wissenschaft und bibel über den Ursprung der Welt sagen” ebenfalls Lennox), sowie weitere theologische Auseinandersetzungen.
Zur Frage “kommen Menschen, die sich zu Lebzeiten gegen den Glauben entscheiden, in die Hölle?” u.a. C.S. Lewis “The Great Divorce”, das Buch Kohelet (Prediger) mit besonderem Blick auf dieses Thema, und “Am Ende das Nichts? Über Auferstehung und ewiges Leben” von Gerhard Lohfink. Auch die “Kinderbücher” von C.S. Lewis können hilfreich sein (Die Chroniken von Narnia und die Perelandra Trilogie).
Ich weiß, es gibt viele Bücher, manche interessanter als andere. Die oben aufgeführten Bücher sind allerdings welche, die ich zur Basisliteratur zähle, wenn es zu christlichen Perspektiven von Philosophie kommt. Natürlich ist es wichtig dabei in die Bibel zu schauen und zu prüfen, was geschrieben wird. Am wichtigsten ist aber eine demütige Haltung dem “Anderen” gegenüber, das ist im Fall von Büchern der Verfasser und im Fall des Gesprächs der Gesprächspartner. Nur auf diese Weise können wir heute relevante Antworten auf relevante Fragen finden. Und manchmal müssen wir aus unserer Komfortzone austreten um das Bild etwas schärfer sehen zu können.